Jris Schneiter für Linkedin

«Inzwischen kann ich die Fünf
auch mal gerade sein lassen»

Jris Schneiter ist eine der wenigen Projektleiterinnen bei der GLAUX GROUP. Sie stemmt in 60 Prozent mehrere laufende Projekte – und schliesst bald ihren Master in angewandter Psychologie ab. Warum sie trotz höherer Belastung ruhiger geworden ist und welches ihr Herzensprojekt ist, erzählt sie hier.

Ich wartete lange auf einen Interviewtermin mit Jris Schneiter. Denn Jris ist häufig voll ausgebucht: Neben ihrem Job bei der GLAUX GROUP studiert sie angewandte Psychologie in der Arbeitswelt. Dabei verfolgt sie ihr eigenes Interesse, doch die Digitalisierungsaspekte kann sie auch in ihrer täglichen Arbeit einsetzen. «Denn IT-Projekte haben auch immer etwas mit Changemanagement und Organisationswandel zu tun, das macht sie so spannend», meint Jris Schneiter. Das Warten hat sich gelohnt: Ich lerne eine spannende und witzige Frau mit viel Energie kennen.

Auf die Frage, seit wann sie bei der GLAUX arbeitet, muss Jris nachdenken. «Meine Tochter ist sechs und ich habe davor schon hier gearbeitet, also etwa acht bis zehn Jahre», sagt sie. Tatsächlich feiert Jris 2023 ihr zehnjähriges Jubiläum bei der GLAUX GROUP. «Ich stieg als Projektleiterin/Requirements Engineer ein. Viele Projektleiter haben damals noch selbst programmiert, die meisten haben alles gemacht. Die GLAUX GROUP war damals auch sehr viel kleiner.» Jris braucht viel Abwechslung und steckt ihre Energie nicht nur in Projekte, sondern auch in ihre Weiterbildung. Ihr letzter Abschluss war ein MAS in Business Project Engineering in St. Gallen und liegt rund 13 Jahre zurück. Vor ihrer Zeit bei GLAUX war sie bei der Bedag engagiert. Ursprünglich hat sie in Biel Softwareengineering studiert. 

Jris Schneiter arbeitet am Computer

Weg vom Programmieren

Beim Einstieg bei der GLAUX  war für Jris klar: Ich möchte nicht mehr Programmieren. «Ich bin zwar Softwareingenieurin, aber Programmieren ist nicht, was ich mir fünf Tage die Woche von 9 bis 5 vorstellen kann», erklärt Jris. Heute betreut Jris mehrere laufende Projekte als Projektleiterin in einem 60 Prozent Pensum. «Ich kann nur so viele Projekte stemmen, weil wir so gute Mitarbeitende haben», sagt sie lachend. Zu ihren derzeitigen Projekten gehören ein grosses Initialprojekt mit der Gebäudeversicherung Graubünden, die Verwaltung der Auslandschweizer:innen beim EDA, die Fachapplikation Abteilung Behindertenhilfe Kanton Basel Stadt, eine Anwendung für vorläufig aufgenommene Flüchtlinge im Kanton Zürich und eine Fachapplikation zur Arbeitslosenhilfe Zug und Schaffhausen. Weitere Projekte sind derzeit «on hold oder im Winterschlaf», wie Jris das nennt. Das bedeutet, sie muss sich nicht jede Woche darum kümmern.

 

Herzensprojekt Auslandschweizer:innen

Jris kennt einige der an den Projekten beteiligten Personen seit acht Jahren, was ein Vertrauensverhältnis schafft. «Die Arbeit ist inzwischen sehr kooperativ, dafür fachlich nicht mehr ganz so herausfordernd. Bei neuen Projekten hingegen lerne ich neue Kunden und Anforderungen kennen, das ist spannender, aber auch intensiver. Ich mag und brauche beides», erklärt Jris.

«Das EDA Projekt ist grossartig, es war das erste, grosse auf Nova, also auf dem neuen evidence Framework.» Auch thematisch findet Jris die Arbeit mit den Auslandschweizer:innen spannend: «Ich lernte zum Beispiel, wie Schweizer Vertretungen in Ländern mit einer schlechteren Infrastruktur und Stromunterbrüchen arbeiten, welche Ansprüche Niederlassungen an die Software haben, die über Satellitenverbindungen arbeiten und wie viele Aufgaben das EDA für Auslandschweizer:innen erfüllt. 

«Ich bin immer gerne gereist, vielleicht liegt mir das Auslandschweizer:innen Projekt auch deswegen am Herzen.»

Jris Schneiter

Requirements Engineer/Project Owner

Immer wieder Lust auf Veränderungen

Jris schätzt die flachen Hierarchien und die offenen Bürotüren bei der GLAUX GROUP. «Ich habe viel Gestaltungsfreiheit in meinem Arbeitsumfeld und kann Dinge ausprobieren, solange das Resultat stimmt», so Jris. Zu ihren Stärken, meinte sie, müsse ich andere befragen, und hatte dann doch eine Antwort: «Ich kann gut neue Themen aufnehmen und ins Unternehmen hineintragen, Veränderungen voranbringen. Tools wie Jira und Confluence zum Beispiel habe ich miteingeführt», so Jris. Auch sorgt sie immer wieder für Agilität in WTO-Projekten. Sie findet, die GLAUX sei nie stehengeblieben, in kleinen, aber stetigen Schritten verändere sich die Unternehmung laufend. 

Jris ist ein Teammensch, darum ist sie auch von der reinen Softwareentwicklung weggekommen: «Die Zusammenarbeit ist für mich wichtig. Ich bin aber auch froh, wenn ich etwas fokussiert zu Papier bringen kann», grenzt Jris ab. Sie versucht einen Tag pro Woche in Bern im Büro zu arbeiten. Den Rest arbeitet sie im Homeoffice oder ist bei Kund:innen vor Ort. «In den Projektteams arbeitet kaum jemand 100 Prozent und eine Person arbeitet zeitweise in Australien. Darum finden fast alle unsere Meetings online statt. Wir sind schlicht nie alle gleichzeitig im Büro», meint Jris. Das war bisher jedoch noch nie ein Problem.

Lebenserfahrung oder mehr Druck?


Jris ist ruhiger geworden in den letzten Jahren. Inzwischen kann sie «die Fünf auch mal gerade sein lassen" und schweigen. «Wenn wir das Idealisieren, kommt das durch meine Lebens- und Berufserfahrung», sagt Jris und schmunzelt. «Wenn nicht, durch mehr Druck und weniger Zeit.» Früher brauchte Jris einen exakten Plan, setzte diesen um und konnte auch impulsiv werden. Inzwischen muss für sie das Ziel und die Richtung klar sein, und der Rest ergibt sich. «Hier hilft es sicher, dass ich meine Mitarbeitenden besser kenne und ihnen vertraue», fasst Jris zusammen.

2023 will Jris ihren Master in angewandter Psychologie «sozialverträglich» zu Ende bringen. Das grosse Graubünden Projekt soll live gehen und beim Auslandschweizer:innen-Projekt wird der langjährige Projektleiter pensioniert. Langweilig wird es Jris auch dieses Jahr bestimmt nicht.

 



Über Jris Schneiter

Jris hat einen Sohn im 1. Kindergartenjahr und eine Tochter in der 1. Klasse und ihre Hobbys kommen aktuell eher zu kurz. Wenn sie Zeit hätte, würde Jris wieder vermehrt auf dem Rennvelo und Mountainbike anzutreffen sein und mehr Hoch- und Skitouren unternehmen. Sie geniesst die gemeinsamen Skitage und erste Klettertouren mit der ganzen Familie. Sie lebt mit ihrer Familie in der Stadt Thun. 

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