Blick ins Publikum am Impuls Event in Zürich

GLAUX Impuls-Events 2026: digitale Souveränität, eine neue Struktur und KI, die wirklich hilft

Rund 40 Kund:innen kamen am 1. September ins Allresto nach Bern, ebenso viele folgten am 10. September ins Memox an der Europaallee in Zürich. Am Impuls-Event 2026 – im 30. Jahr der GLAUX GROUP – ging es um drei Themen, die uns und unsere Kund:innen aus Justiz, sozialer Arbeit und öffentlicher Verwaltung derzeit gleichermassen beschäftigen: eine ehrliche Bilanz zur digitalen Souveränität, die Fusion mit der CONVOTIS Schweiz AG und ein Fallbeispiel, an dem fünf KI-Werkzeuge zeigten, was im Arbeitsalltag von Behörden heute schon möglich ist.

💥 «Wir sind nicht digital souverän. Aber wir kennen unsere Abhängigkeiten und bauen diese wo nötig ab. Heute zeigen wir, wie wir das machen und präsentieren ein erfolgreiches Beispiel.» Das sagte Beat Kiener an den GLAUX Impuls-Events – schonungslos ehrlich, und genau deshalb ist es bei den Kund:innen hängen geblieben.

Kiener InlineKiener, Head of Technology – Digital Services & AI bei GLAUX, nahm sein Publikum mit auf eine Standortbestimmung «in sechs Akten». Seine These: Datenschutz ist nur ein Drittel der Geschichte. Wer wirklich souverän handeln will, muss sich drei Fragen stellen – Wer darf auf unsere Daten zugreifen? Bleibt ein System auch morgen nutzbar? Und können wir mitgestalten, wenn sich die Bedingungen ändern? Zusammen ergeben diese drei Fragen das, worum es tatsächlich geht: Handlungsfähigkeit. Genau das verlangt auch der Bund seit dem 1. Januar 2026 von seiner Verwaltung – mit einer Weisung, die exakt von Kontroll- und Handlungsfähigkeit spricht, nicht von Datenschutz.


Ausgelöst wurde die Debatte durch einen Fall, der 2025 international Wellen warf: Nach Sanktionen gegen den Chefankläger des Internationalen Strafgerichtshofs berichteten Medien, dieser habe sein Microsoft-Konto nicht mehr nutzen können. Ob im Detail alles so war – darüber wird gestritten. Unbestritten ist, dass Behörden in ganz Europa seither ihre Abhängigkeiten überprüfen. Auch das Schweizerische Bundesgericht zog Konsequenzen und entfernte Microsoft aus Teilen seiner Infrastruktur.

Und genau hier wurde es für GLAUX konkret: «Für das Bundesgericht haben wir DeskSigner entwickelt, eine Signaturplattform, die vollständig auf dem Linux-Desktop läuft, im Kern auf Open Source basiert und ganz ohne US-Technologie auskommt. Kein Pilotprojekt, sondern seit Monaten produktiv im Einsatz – der Beweis, dass die Haltung mehr ist als eine Absichtserklärung.»

Seither bauen wir an vier Feldern gleichzeitig um: an der Infrastruktur (Betrieb in der Schweiz, eigene Sprachmodelle mit garantierter Datenhoheit), an der Datenhaltung (der schrittweise Wechsel von Microsoft SQL Server zu PostgreSQL), am Arbeitsplatz (openDesk und Collabora Online als Antwort auf Cloudzwang und unplanbare Lizenzkosten) und in der Community – etwa im Netzwerk «Souveräne Digitale Schweiz».

Der Schlussgedanke des Vortrags bringt es auf den Punkt: Digitale Souveränität ist kein Zustand, den man erreicht, sondern eine Haltung, die man einnimmt.

 

Eine Fusion, die vor allem eines bedeutet: Kontinuität

Ueli Aregger  und Vito Critti haben eingeordnet, was die Fusion der GLAUX GROUP mit der CONVOTIS Schweiz für unsere Kund:innen bedeutet und die kürzeste Antwort lautet: keinen Eigentümerwechsel. Beide Unternehmen gehören bereits heute demselben Eigentümerkreis; die für das erste Halbjahr 2027 geplante Absorptionsfusion führt rechtlich zusammen, was operativ längst gemeinsam geführt wird.

Vito und Ueli Inline
Vito Critti, links, und Ueli Aregger ordneten die Fusion ein und standen den angereisten Kund:innen Red und Antwort.


Rechtlich verschwindet die Gesellschaft GLAUX. Inhaltlich bleibt sie bestehen: Gina, evidence, socialweb, printcom und eSignature usw. werden Bestandteil der CONVOTIS Schweiz und dort gezielt weitergeführt. Neu dazu kommt Reichweite – Cloud- und Plattformbetrieb, Managed Services, AI-Betrieb und Cyber Security aus einer Hand.

Seit Juli 2026 führt bereits eine gemeinsame Geschäftsleitung beide Unternehmen; Beat Kiener bleibt als Head of Technology für die Weiterentwicklung der GLAUX-Produkte verantwortlich.

Fünf KI-Werkzeuge, ein Fall

Wie sich digitale Souveränität und Künstliche Intelligenz im Alltag konkret anfühlen, zeigten Felix Leimbach, Matthias Wegmüller und Daniel Nussbaum an einem einzigen, fiktiven Fall: einem Finanzhilfegesuch über CHF 790'000 für die Erweiterung eines Sportzentrums. Vom Papierstapel im Posteingang bis zur rechtsgültigen Verfügung liessen die drei fünf KI-Werkzeuge live mitlaufen – und zeigten bei jedem Schritt dieselbe Haltung: KI unterstützt, sie ersetzt nicht. Entschieden wird immer vom Menschen.

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Felix Leimbach, links und Matthias Wegmüller spielten den fiktiven Fall mit KI-Unterstützung live in Zürich durch.


Die KI-Erkennung ordnet eingehende Dokumente automatisch einem Fall zu - mit einer Ampel-Logik, die zeigt, wie sicher sich das System ist, und wann ein zweiter Blick nötig ist. Der KI-Zauberstab liefert frei konfigurierbare Textwerkzeuge: korrigieren, in Leichte Sprache übersetzen, aus Stichworten ausformulieren – als Vorschlag, nie als automatische Änderung. Der CasePilot beantwortet Fragen zum Dossier mit belegten Fundstellen statt mit einer Volltextsuche und hilft bei Fallübergaben oder der Fristenkontrolle. Der NoteTaker macht aus Besprechungen – auch auf Schweizerdeutsch – strukturierte Protokolle und Traktandenlisten. Und die KI-Korrespondenz entsteht mit Collabora Online im Browser statt in einer US-Cloud-Lösung, ergänzt durch ePost-Versand, digitales Einschreiben und eSignature.

Im Fallbeispiel machte genau das den Unterschied: Eine rechtzeitig zugestellte Nachfrage rettete einen Anspruch, der sonst verwirkt gewesen wäre. Die Pointe der Demo bleibt hängen: Effizienz heisst nicht «schneller fertig», sondern «rechtzeitig da».

Vielen Dank allen Teilnehmenden für die inspirierenden Anlässe und bis nächstes Jahr.

Martin Gianutt und Michi Zannoni
Martin Gianutt, Stadtammann und Leiter Betreibungsamt Stadt Wallisellen im Gespräch mit Michael Zannoni von der GLAUX GROUP.

 

Daniel Nussbaum, PO socialweb im Gespräch mit Kunden.
Daniel Nussbaum, der Produktverantwortliche von socialweb im Gespräch mit Kunden zum Thema KI.
Roger Wiesendanger, Leiter Konkursamt Thurgau im Gespräch mit Felix Leimbach
Roger Wiesendanger, Leiter Konkursamt Thurgau im Gespräch mit Felix Leimbach, dem KI-Verantwortlichen der GLAUX GROUP.
Impuls Event Galerie 4
Vito Critti, CEO der CONVOTIS Schweiz im Kundengespräch.
Impuls Event Galerie 5
Drei im Namen der KI:  Beat Kiener, Felix Leimbach und Matthias Wegmüller.
Impuls Event Galerie 6
Andreas Ressnig, in seiner neuen Rolle als Chief Delivery Officer (CDO) von CONVOTIS Schweiz wird unter anderem verantwortlich sein für Einführung, Delivery und Wartung der GLAUX-Fachlösungen und Kundenprojekte.
Impuls Event Galerie 7
Die am Vormittag gehörten Impulse lösten angeregte Diskussionen während des Mittagessens aus.
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Auch Partner interessierten sich für die neuen Entwicklungen bei GLAUX GROUP: Nadine Bieri von BK Solutions.

Alle News und Blogbeiträge der GLAUX GROUP

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11.09.2026

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Die GLAUX GROUP diskutierte an den Impuls-Events 2026 in Bern und Zürich über digitale Souveränität, KI-Anwendungen und die Fusion mit CONVOTIS Schweiz.

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